Jedes Jahr stellt sich die Frage neu: Kunstbaum oder echter Baum zu Weihnachten? Beide haben ihren Reiz, aber wenn man Praktikabilität, Haltbarkeit, Bequemlichkeit und die längerfristigen Kosten betrachtet, ist ein guter Kunstbaum heute eine sehr starke Alternative.
Vor allem, weil sich unsere Weihnachtsgewohnheiten geändert haben. Viele stellen den Baum nicht mehr am 24. Dezember auf, sondern möchten schon Wochen vorher schmücken, um die festliche Stimmung länger zu genießen.
Und genau hier hat der Kunstbaum einen deutlichen Vorteil.
Der echte Baum: schön, aber zeitempfindlich
Für viele gehören der Duft und die Natürlichkeit eines echten Baumes zu Weihnachten. Eine schöne Nordmanntanne oder Fichte schafft tatsächlich eine besondere Stimmung.
Sie hat aber einen wichtigen Nachteil: Es ist nicht egal, wann sie ins Haus kommt.
Stellt man einen echten Baum Anfang Dezember oder zwei bis drei Wochen vor Weihnachten in die beheizte Wohnung, sieht er am 24. Dezember oft nicht mehr so schön aus wie am Anfang.
Warme Luft, Heizung und niedrigere Luftfeuchtigkeit setzen dem Baum zu. Manche Sorten nadeln schneller, andere halten länger durch, aber keine bleibt über Wochen unverändert.
Den Kunstbaum stellen Sie auf, wann Sie möchten
Einer der größten Vorteile des Kunstbaums ist, dass Sie sich nicht nach ihm richten müssen.
Wenn Sie am ersten Dezemberwochenende schmücken möchten, können Sie das. Wenn Sie schon Ende November Weihnachtsstimmung zu Hause haben wollen, ist das ebenfalls kein Problem.
Am 24. Dezember sieht der Baum genauso aus wie an dem Tag, an dem Sie ihn aufgestellt haben.
Das ist heute besonders wichtig, denn viele möchten die Weihnachtsdekoration länger genießen als nur ein paar Tage.
Am Weihnachtstag gibt es ohnehin genug zu tun
In vielen Familien ist der 24. Dezember alles andere als ein Ruhetag.
Kochen, Backen, Tisch decken, Geschenke, Vorbereitungen, Kinder, Gäste: sehr viele Aufgaben fallen auf einen einzigen Tag.
Wenn Sie dann am selben Tag auch noch:
- einen Baum kaufen oder nach Hause bringen,
- ihn für den Ständer zurechtschneiden,
- ihn standfest aufstellen,
- danach aufräumen,
- und ihn erst dann schmücken müssen,
wird das leicht zu einer zusätzlichen Stressquelle.
Einen Kunstbaum können Sie dagegen in aller Ruhe Wochen vorher aufstellen und schmücken. Am Weihnachtstag bleibt nur noch das Genießen.
Kein ständiges Nadelnsaugen
Das ist wohl das unromantischste und zugleich praktischste Argument.
Unter einem echten Baum sammeln sich mit der Zeit die abgefallenen Nadeln. Sie geraten in den Teppich, unter das Sofa, zwischen das Spielzeug der Kinder, und noch Wochen nach dem Abbau taucht die eine oder andere auf.
Bei einem guten Kunstbaum entfällt das schlicht.
Sie müssen nicht jeden Tag um den Baum herum saugen, und beim Abbau bleibt nicht das halbe Wohnzimmer voller Nadeln zurück.
Ein Kunstbaum sieht jedes Jahr gleich schön aus
Ein echter Baum ist nie ganz gleichmäßig. Genau das macht seinen Reiz aus, bedeutet beim Kauf aber immer auch ein Stück Unsicherheit.
Wie voll wird er? Ist die Spitze gerade? Gibt es eine dünnere Seite? Wird er an der gewählten Stelle gut aussehen?
Bei einem gut gewählten Kunstbaum wissen Sie genau, was Sie bekommen.
Nach dem Aufbau und dem Zurechtbiegen der Zweige erhalten Sie Jahr für Jahr dieselbe volle, gleichmäßige Form, und Sie wissen vorher, wie er ins Wohnzimmer passt.
Kunstbaum oder echter Baum: was kostet mehr?
Beim ersten Kauf ist ein hochwertiger Kunstbaum natürlich eine größere Ausgabe als ein einzelner echter Baum.
Der Unterschied ist, dass ein echter Baum jedes Jahr neu gekauft werden muss, während ein guter Kunstbaum viele Jahre hält.
Wer beispielsweise 50 bis 80 Euro im Jahr für einen echten Baum ausgibt, zahlt innerhalb weniger Jahre eine beachtliche Summe.
Ein langlebiger Kunstbaum ist dagegen eine einmalige größere Investition, deren Kosten mit jedem Nutzungsjahr sinken.
Deshalb ist es wenig sinnvoll, nur das erste Jahr zu vergleichen.
Die Lagerung ist der Haken
Auch der Kunstbaum hat einen Nachteil.
Er muss den größten Teil des Jahres gelagert werden, Sie brauchen also Platz auf dem Dachboden, im Keller, in der Garage oder in einem größeren Abstellraum.
Je größer und dichter der Baum, desto größer auch der Karton.
Prüfen Sie vor dem Kauf daher nicht nur die Höhe des aufgebauten Baumes, sondern auch die Kartonmaße.
Und was ist mit dem Duft eines echten Baumes?
Das ist die eine Sache, die ein Kunstbaum nicht vollständig ersetzen kann.
Wenn Weihnachten für Sie ohne diesen Duft undenkbar ist, spricht das wirklich für einen echten Baum.
Ganz verzichten müssen Sie darauf aber nicht. Ein paar echte Tannenzweige in einer Vase oder im Adventsgesteck geben der Wohnung schon einen angenehmen, natürlichen Duft.
So bleiben Duft und natürliches Detail erhalten, während der Baum selbst der praktischere Kunstbaum ist.
Kunstbaum oder echter Baum, kurz gefasst
Vorteile des echten Baumes:
- natürlich,
- echter Tannenduft,
- jedes Jahr ein wenig anders,
- das klassische Weihnachtserlebnis.
Vorteile des Kunstbaums:
- kann Wochen vor Weihnachten aufgestellt werden,
- sieht auch an Weihnachten noch genauso gut aus,
- nadelt nicht ständig,
- bedeutet weniger Putzen,
- hat jedes Jahr dieselbe Form,
- kein Neukauf jedes Jahr,
- kann auf Dauer günstiger sein,
- und Sie schmücken ihn, wann es Ihnen passt.
Wofür sollten Sie sich entscheiden?
Wenn Ihnen der Duft und die Tradition eines lebenden Baumes am wichtigsten sind, bleibt der echte Baum eine schöne Wahl.
Wenn Sie aber schon Wochen vorher schmücken möchten, nicht ständig Nadeln saugen wollen und den 24. Dezember lieber der Familie, dem Kochen und dem Fest widmen, ist ein hochwertiger Kunstbaum eine sehr bequeme Lösung.
Und die heutigen naturgetreuen Kunstbäume sind optisch auf einem ganz anderen Niveau als die einfachen Modelle von früher.
Ein gut gewählter Baum ist nicht für ein Weihnachten gedacht, sondern wird Jahr für Jahr Teil des festlichen Zuhauses.